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Aktienanalyse - Vonovia SE - Vom Saulus zum Paulus?

Bild Mehrfamilienhaus

Die Vonovia SE ist das führende, bundesweit aufgestellte Wohnungsunternehmen in Deutschland und zugleich der größte private Vermieter und Verwalter von Wohneigentum.

 

Die Vonovia SE wurde im Jahr 2001 als Deutsche Annington Immobilien AG von Private-Equity-Investoren mitbegründet und erwarb sich in der Folgezeit einen sehr zweifelhaften um nicht zu sagen miserablen Ruf. Unerreichbare Hausverwaltungen, Schimmel und Sanierungsstau sorgten für zahlreiche Negativschlagzeilen und letztlich zu einem schweren Reputationsschaden für das gesamte Unternehmen. Das kurzfristige und auf ausschließliche Gewinnmaximierung fokussierte Denken der Private-Equity-Investoren führte fast zum finanziellen Kollaps des Unternehmens. Die Heuschrecken hätten das Unternehmen fast zu Fall gebracht.

 

Der Börsengang im Juli 2013 und die Umbenennung in das Kunstwort Vonovia im September 2015 im Rahmen eines Zusammenschlusses mit dem Immobilienunternehmen GAGFAH markierten schließlich einen Neuanfang. Nicht mehr die einzelne Wohnung, sondern der Mieter und dessen Zufriedenheit rückte in den Mittelpunkt.

 

Das Unternehmen bewirtschaftet heute aktuell rd. 408.000 Wohnungen in allen größeren Städten in Deutschland. Die Wohnungen befinden sich in der Regel in Mehrfamilienhäusern und in zusammenhängenden Siedlungen, verteilt auf etwa 650 Standorte in ganz Deutschland. An allen Standorten kümmern sich eigene Objektbetreuer und die unternehmenseigene Handwerkerorganisation um die Anliegen der Mieter.

 

Die Vonovia gibt sich mit dem bisher erreichten nicht zufrieden und möchte auch über die Grenzen Deutschlands hinaus weiterwachsen. Im März 2018 konnte man die erfolgreiche Übernahme der österreichischen BUWOG AG (50.000 Wohnungen) vermelden. Anfang Mai 2018 wurde ein Übernahmeangebot für die schwedische Victoria Park AB (14.000 Wohnungen) bekannt.

 

Die unabhängige und aufwendig recherchierte Finanzsenf-Fundamentalanalyse beschäftigt sich ausführlich mit dem Unternehmen und seiner Branche. Management und Geschäftsmodell werden hinterfragt. Kritische Bilanzpositionen werden analysiert und bewertet. Chancen und Risiken werden aufgezeigt. Die Schätzung des fairen Wertes der Vonovia Aktie sowie das abschließende Fazit runden die Analyse ab und geben einen Hinweis, ob die Aktie derzeit für einen Kauf in Frage kommen könnte.

Die vollständige Fundamentalanalyse der Vonovia SE steht als kostenloser pdf-Download zur Verfügung. 

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Download - Aktienanalyse Vonovia SE

Hinweis: Die Aktienanalyse stellt keine  Anlageberatung und auch keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren im Sinne von § 85 WpHG dar.  Es gilt der Haftungsausschluss.

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Aktienanalyse Vonovia SE
Fundamentalanalyse der Vonovia SE auf Basis des Geschäftsberichts 2017 (Stand: 05/2018)
Aktienanalyse_Vonovia_SE_GJ2017_finanzse
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Kommentare: 5
  • #1

    Nils (Freitag, 11 Mai 2018 12:03)

    Sehr gute Analyse, die einen tiefgehenden Einblick in Vonovia gibt.

    Danke Thomas!

  • #2

    Enrico (Freitag, 25 Mai 2018 23:02)

    Sehr gut gemacht, viele wichtige Informationen.

  • #3

    Graf Zahl (Dienstag, 12 Juni 2018 21:24)

    Vonovia ist aus meiner Sicht ein absolutes Risikoinvestment. Durch flächendeckenden Modernisierungen sind die Mieten extrem gestiegen. In der nächsten Krise wird es enormen Leerstand geben, da Vonovia vor allem Wohnungen in normalen Arbeitergegenden und sozial schwachen Gebieten besitzt. Kommunen wird durch die Mieterhöhungen über Wohngeld und Hartz4 direkt in die Tasche gegriffen, die werden sich wehren und mehr regulieren. Die ersten Mieter gewinnen schon Prozesse gegen die überzogenen Modernisierungen und deren Mieterhöungen. Da Vonovia`s massive Expansion komplett über Kredit läuft, wird der Konzern bei einer Zinswende zusätzlich extreme Probleme bekommen. Ich habe Sie im März verkauft und bin dort nur noch über einem Immo -ETF investiert. Finger Weg !

  • #4

    Investor (Samstag, 04 August 2018 17:25)

    Sehr gute Analyse, Thomas.

    Ich habe aber eine Frage: woher holst Du die Bilanzzahlen (Guv, Passiva/Aktiva)? Bei finanzen.net und morningstar.com (die am Ende Deiner PDF-Datei als Quellen erwähnt sind) konnte ich z.B. die langfristigen und kurzfristigen Schuldenzahlen nicht finden.

    Oder hast du direkt bei den Jahresabschlüssen auf bundesanzeiger.de recherchiert?

  • #5

    Finanzsenf (Samstag, 04 August 2018 20:50)

    Hallo Investor,

    Danke für deinen Kommentar und das Lob.

    Die Bilanzzahlen hole ich grundsätzlich von morningstar.com. Jetzt ist es aber bei morningstar.com und auch bei finanzen.net sowie bei anderen Finanzportalen so, dass insbesondere die Kennzahlen bei Immobiliengesellschaften grundsätzlich falsch berechnet werden. Siehe hierzu auch meinen Beitrag: https://www.finanzsenf.de/2018/03/09/eps-ffo-affo-co-das-kgv-problem-bei-immobilienunternehmen-und-reits/
    Ich prüfe daher immer noch einmal die übernommen Werte anhand der Finanzberichte aus dem IR-Bereich des Unternehmens. Bei Vonovia habe ich dann verschiedene Bilanzkennzahlen manuell aus den Geschäftsberichten entnommen. Die kurzfristige und langfristigen Schuldenzahlen berechne ich immer selbst. Das mache ich eigentlich bei allen Kennzahlen, wo es etwas zu rechnen gibt. Zur Probe gleiche ich dann immer nochmal den Gewinn pro Aktie mit Unternehmensangaben bzw. ggf. Angaben auf Finanzportalen ab.

    Beste Grüße
    Thomas Senf aka Finanzsenf